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In einer Van der Valk-Familie aufzuwachsen, führt nicht automatisch zu einer Karriere in der Hotellerie.
Wer in einer Van der Valk-Familie aufwächst, landet nicht automatisch in der Hotellerie. Im Gegenteil: Bei Alex Luiten, Direktor des Van der Valk Hotel Den Haag-Wassenaar, wurde ermutigt, zuerst einen anderen Weg einzuschlagen. Doch seine berufliche Laufbahn führte ihn, nach einem Abenteuer in Spanien und Deutschland, wieder zurück an den Ort, an dem alles begann.
Text: Kingstreet Magazine
"Meine Eltern sagten immer: Mach vor allem etwas anderes", erzählt Luiten. "Mein Bruder ist zum Beispiel Koch in Frankreich." Er selbst entschied sich nach der Hotelfachschule für ein Finance-Studium in Barcelona. Danach arbeitete er als Controller und Treasurer. Trotz dieses anderen Weges zog es ihn immer wieder zum Familienunternehmen.
Nach drei Jahren als Leiter des Van der Valk Hotel Melle-Osnabrück in Deutschland kehrte er zusammen mit seiner Frau Roxanne nach Den Haag-Wassenaar zurück. Nicht irgendein Hotel, sondern der Ort, an dem er buchstäblich aufgewachsen ist. Vom Restaurant aus zeigt er auf das Haus neben dem Hotelgelände. "Dort habe ich als Kind gewohnt. Natürlich habe ich auch viel Zeit im Hotel verbracht. Während andere Kinder mit Lego spielten, schaute ich fasziniert in die Küche. Und die Butterbehälter, die in Kisten geliefert wurden? Die drückte ich heraus, als wären es Eiswürfel."
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Ein hotel bereit für die Zukunft
Seit dieser Zeit hat sich viel verändert. Wo früher das Haus seiner Oma stand, liegen nun Solarpaneele auf dem Dach. Auch das Hotel selbst hat in den letzten Jahren eine komplette Metamorphose durchlaufen.
"Roxanne und ich haben das Hotel von meinem Onkel und meiner Tante übernommen, die es nach 46 Jahren an uns übertrugen. Allerdings begann dieses Abenteuer mitten in der Coronazeit", erzählt Luiten lachend. "Das zwingt einen, kreativ zu denken."
Nach Corona wurde die lang geplante Renovierung in Gang gesetzt. Das Hotel, einer der bekanntesten Van der Valk-Standorte in den Niederlanden, wurde vollständig erneuert und nachhaltig gestaltet. Inzwischen verfügt es über 225 moderne Zimmer.
"Das gesamte Gebäude wurde nach den BREEAM-Standards renoviert, einem international anerkannten Nachhaltigkeitszertifikat. Auf dem Dach liegen 380 Solarpaneele, mit denen wir etwa zwanzig Prozent unseres Energieverbrauchs decken. Außerdem produzieren wir selbst grünes Gas mit einem Biogasfermenter, der mit Lebensmittelresten aus dem Restaurant gefüttert wird. Selbst der Kamin wird damit betrieben. Wir haben auch einen hauseigenen Gemüsegarten, in dem frische Zutaten für unsere Küche angebaut werden."
Nachhaltigkeit spielt auch während des Aufenthalts der Gäste eine Rolle. Über das Green Stays-Programm können Gäste, die mehrere Nächte bleiben, wählen, die Zimmerreinigung an einem Tag auszulassen. Für jede ausgelassene Reinigung wird ein Baum in Mazedonien gepflanzt.
"Warum Mazedonien? Diese Frage wird uns oft gestellt", sagt Luiten lachend. "Das liegt daran, dass die Schreinerei, mit der wir seit Jahren zusammenarbeiten, dort ansässig ist und gute Kontakte zur Staatsforstverwaltung hat."
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Vertraut und erneuert
Trotz aller Veränderungen gibt es auch Dinge, die gleich geblieben sind. Die Gastfreundschaft, die entspannte Atmosphäre und die Lage zwischen Natur und nah am Meer bilden nach wie vor die Grundlage des Hotels.
Im kulinarischen Bereich muss Luiten nicht lange überlegen, was sein Favorit ist. "Die Iberico-Steak finde ich fantastisch. Gleichzeitig sieht man, dass manche Klassiker immer beliebt bleiben. Egal wie oft wir die Speisekarte erneuern, das Schnitzel bleibt für viele Gäste der absolute Favorit."
Auch auf dem Dach gibt es etwas Besonderes zu finden. Dort steht seit kurzem ein spezielles Falkennest. "Im Durchschnitt dauert es etwa ein halbes Jahr, bis sich ein Falkenpaar dort niederlässt. Wir haben eine Webcam darauf gerichtet, sodass jeder zuschauen kann. Früher oder später wird der Falke hier landen."