EERSTE HALLO

''Die Arbeit ist gerade super abwechslungsreich, kein Tag ist gleich.''

Text: Martine van der Deijl

Fotografie: NoPoint studio's

Styling: Arie Verwers

Nick (20) Front Office-Mitarbeiter im Van der Valk Hotel Nuland- 'S-Hertogenbosch

‘Früher wollte ich wie mein Vater Innenausbauer werden. Bis sie bei uns zu Hause die neue Küche einbauten; ich stellte fest, dass ich daran überhaupt kein Interesse hatte. Es war also klar, dass das nicht mein Ding war. Ich habe mich auf die Suche gemacht, was zu mir passen könnte, und kam auf die Ausbildung zum Hotel- und Restaurantmanager. Das war zum Glück eine sehr gute Entscheidung. Ich finde es nämlich großartig, mit Gästen in Kontakt zu sein und ein Gespräch mit ihnen zu führen. Es ist mir wichtig, dafür zu sorgen, dass sie sich wohl fühlen. Über mein Praktikum bin ich hier gelandet und arbeite jetzt drei bis vier Tage die Woche. Außerdem besuche ich die Schule und möchte dieses Jahr meine Ausbildung abschließen.

Als Rezeptionist bin ich der erste Ansprechpartner für die Gäste, die das Hotel betreten. Es ist natürlich toll, wenn ich gleich einen guten Eindruck hinterlassen kann. Manche Leute denken, dass ich nur hinter der Rezeption stehe und dort die Gäste ein- und auschecke. Aber die Arbeit ist gerade super abwechslungsreich, kein Tag ist gleich. Ich berate die Gäste zum Beispiel, wohin sie gehen können, und helfe meinen Kollegen aus verschiedenen Abteilungen, wenn das nötig ist. Ich bin den ganzen Tag über wirklich beschäftigt. Gerade deshalb passt die Arbeit an der Rezeption so gut zu mir.

Unter den Kollegen wird immer viel gelacht – wir liegen oft vor Lachen am Boden – aber wir können auch ernst sein. Diese Balance ist einfach sehr gut. Wir strahlen den Gästen gegenüber aus, dass wir es auch als Team sehr schön haben. Ich denke, es ist wirklich diese Brabanter Gemütlichkeit im Team, die die Atmosphäre hier besonders gut macht.’

''Es sind kleine Momente während des Tages, die meine Arbeit besonders machen; kurz fragen, wie es jemandem geht, oder einen Stammgast erkennen.''

‘Vor fünf Jahren bin ich der Liebe wegen von Amerika nach Deutschland gezogen. Ich finde es hier großartig, obwohl ich meine Familie natürlich vermisse. Aber zum Glück habe ich eine sehr nette Schwiegerfamilie. Sie schenken mir so viel Liebe, dass es leichter ist, weit weg von zu Hause zu sein. Als ich hierher gekommen bin, sprach ich kein Wort Deutsch. Das war anfangs sehr schwierig, vor allem, um einen Job zu finden.

Über eine Freundin meines Mannes Andre hörte ich, dass sie hier im Hotel auf der Suche nach einem Rezeptionisten waren. Nachdem ich das Vorstellungsgespräch hatte, konnte ich trotz meiner Englischkenntnisse recht schnell anfangen. Ich erinnere mich, wie nervös ich war, als ich zum ersten Mal das Telefon auf Deutsch abheben musste. Schon etwas Einfaches wie „hallo“ zu sagen, fand ich beängstigend. Aber seitdem habe ich unglaublich viel gelernt und bin mittlerweile zur Front Office-Managerin aufgestiegen. Darauf bin ich sehr stolz, und auch darauf, dass ich mich jetzt auf Deutsch verständlich machen kann, macht mich glücklich. Ich habe keinen Unterricht besucht, sondern die Sprache wirklich im Hotel gelernt, indem ich mit Gästen und Kollegen gesprochen habe.

Es sind kleine Momente während des Tages, die meine Arbeit besonders machen; kurz fragen, wie es jemandem geht, oder einen Stammgast erkennen. Ich liebe diese persönliche Verbindung und bin wirklich ein Menschenmensch. Außerdem finde ich die Atmosphäre im Hotel sehr angenehm. Sobald ich die Lobby betrete, denke ich: Das ist mein Wohnzimmer. Oft sage ich zu meinen Kollegen: „Ihr fühlt euch wie Familie an.“ Das liegt nicht daran, dass wir uns fast jeden Tag sehen, sondern einfach daran, dass es sich so vertraut anfühlt. Ich bin in Deutschland UND im Hotel einfach komplett am richtigen Ort.’

Ryan Anthony (34) Front Office-Manager im Van der Valk Hotel Moers

''An der Rezeption sehen die Gäste dich als erstes und du bist quasi die Visitenkarte des Hotels.''

Lukas (20) Front Office-Mitarbeiter im Van der Valk Hotel Leusden-Amersfoort

‘Zurzeit besuche ich die Hotelfachschule. Nachdem ich einige Praktikumstage als Front Office-Mitarbeiter mitgemacht hatte, fand ich heraus, dass mir das wirklich Spaß machte. Darüber wollte ich mehr erfahren, also schaute ich mich in meiner Umgebung um. Ich sah, dass sie im Hotel Leusden eine Stelle als Front Office-Mitarbeiter hatten. Ich dachte: Na, dann gehe ich doch mal vorbei, um mich vorzustellen. Das lief gut und nicht viel später konnte ich anfangen. Die Arbeit gefiel mir sehr gut und ließ sich prima mit der Schule verbinden. Als ich einen Praktikumsplatz suchte, konnte ich zum Glück auch hier landen. Es ist bei mir also etwas anders gelaufen; ich habe hier erst gearbeitet und bin dann dazu übergegangen, mein Praktikum zu machen.

Der soziale Kontakt, Gästen helfen, jeden Tag neue Leute treffen und mit ihnen plaudern, spricht mich sehr an. An der Rezeption sehen die Gäste dich als erstes und du bist quasi die Visitenkarte des Hotels. Das passt gut, denn ich bin wirklich ein sozialer Typ. In der Regel arbeite ich von 15.00 bis 23.00 Uhr. Diese Schicht gefällt mir am besten, weil ich davor meine eigenen Dinge machen kann, wie für die Schule arbeiten oder Sport treiben.

Nach der Hotelfachschule weiß ich noch nicht genau, was ich will, ich schwanke noch zwischen der höheren Hotelfachschule in Maastricht oder der Polizeiakademie. Ich würde beides toll finden. Es scheinen zwei völlig unterschiedliche Ausbildungen zu sein, aber es gibt sicher Gemeinsamkeiten: der soziale Kontakt, Menschen helfen und kein Tag ist wie der andere. Nach dem Sommer mache ich ein Zwischenjahr und gehe für ein paar Monate nach Spanien, um dort herumzureisen, das Wetter zu genießen und gründlich über meine zukünftigen Pläne nachzudenken.’